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Sozialbericht 2011 - Die Antwort ist Bildung :

Bildung

Der Sozialbericht 2011 belegt: Wer über gute Bildung verfügt, hat auf dem Arbeitsmarkt mehr Chancen, wird seltener arm, lebt gesünder und auch länger. Doch noch immer ist Bildungserfolg in Deutschland stark von der sozialen Herkunft abhängig.

Die Daten des Sozialberichtes 2011 unterstreichen ein Kernziel sozialdemokratischer Politik. Das deutsche Bildungssystem muss allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft faire Chancen ermöglichen, einen Ausbildungsweg einzuschlagen, der ihnen soziale Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.

Denn der Bericht zeigt erneut, dass Bildungserfolg von der sozialen Herkunft abhängig ist. „Bildung bleibt unter sich“, resümierte der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger, bei der Präsentation der Daten. In keiner anderen Industrienation ist das Bildungssystem so wenig sozial durchlässig wie in Deutschland. Nur zehn Prozent der Gymnasiasten kamen 2009 aus Familien, in denen die Eltern keinen oder nur den Hauptschulabschluss hatten. Dagegen hatten die Eltern von fast 60 Prozent der Gymnasiasten selbst das Abitur und eine andere Studienberechtigung in der Tasche.

In Bildung investieren

An Bildung darf nicht gespart werden, denn sie zieht sich wie ein roter Faden durch den individuellen Lebensweg eines Menschen. Der Sozialbericht belegt: je höher das Bildungsniveau, desto größer die Chancen auf gut bezahlte Arbeit und desto geringer auch das Risiko, arm zu werden. Die SPD will aus diesem Grund die Bildungsausgaben mindestens auf das Durchschnittsniveau anderer Industrienationen anheben. Das Ziel ist mindestens 7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Bildung zu investieren.

Bildungspolitische Maßnahmen allein werden jedoch nicht ausreichen, die Talente junger Menschen stärker und gleichberechtigt zu fördern. Um Kindern und Jugendlichen bessere Perspektiven zu geben, müssen die Politikfelder, die das soziale und kulturelle Umfeld prägen, wie die Stadt- und Regionalentwicklung, Sozial-, Arbeitsmarkt- und Kulturpolitik, ebenfalls herangezogen werden.

Frühkindliche Bildung im Fokus

Zu einer der wichtigen Maßnahmen bei der Verbesserung der Chancengleichheit für junge Menschen zählt unter anderem die frühkindliche Bildung. Denn hier können herkunftsbedingte Benachteiligungen ausgeglichen werden und Kinder früh sprachlich gefördert werden. Daher kritisiert die SPD das von der CDU/CSU geplante Betreuungsgeld, das zum einen finanzielle Anreize setzt, ein Kleinkind nicht in die Kita zu geben und zudem Investitionssummen abzieht, die für den Ausbau von Betreuungsangeboten dringend gebraucht werden.

Sozialen Aufstieg ermöglichen

Die fehlenden Bildungschancen sind nur eine der vielen kritischen Beobachtungen des neuen Sozialberichts für die Bundesrepublik. Der alle zwei Jahre erscheinende Bericht gilt unter Fachleuten seit langem als „die Bibel der Sozialforschung“. In zwei Büchern auf knapp 450 Seiten haben die Mitarbeiter des Statistischen Bundesamtes zusammen mit namhaften Wissenschaftlern alle greifbaren Daten und Fakten zusammengetragen, die amtliche Statistiken und der jüngste Mikrozensus über Wohlstand und Armut, Bildung und Arbeit, Gesundheit und Umwelt, persönliche Aktivitäten und politisches Engagement sowie soziale Beziehungen in Deutschland hergeben.

Einmal arm, immer arm?

Die alarmierende Botschaft des Berichtes ist, dass es immer weniger armen Menschen gelingt, wieder aus ihrer sozialen Notlage herauszukommen. Zugleich ist das Risiko gestiegen, arm zu werden. „Die soziale Mobilität in Deutschland nimmt ab“, sagte die Soziologin Jutta Allmendinger am Dienstag in Berlin. Die Wissenschaftler weisen zudem eine enge Verbindung zwischen Bildung, Einkommen und Gesundheit nach. Das Armutsrisiko verringert sich mit steigendem Bildungsniveau. Wer besser gebildet ist, wird seltener krank und hat eine höhere Lebenserwartung. So hätten Männer im Alter von 45 Jahren, die über ein Abitur verfügen, eine im Schnitt um 5,3 Jahre längere Lebenserwartung als gleichaltrige Männer, die lediglich einen Hauptschulabschluss haben, sagt der Sozialwissenschaftler Roland Habich vom Wissenschaftszentrum Berlin. Kommt zur guten Bildung auch noch Reichtum hinzu, kann die Lebenserwartung laut Habich sogar bis zu 10 Jahre länger sein.

Der politische Handlungsauftrag, der sich aus den Ergebnissen der Studie ergibt, kann nur einer sein: Bildungschancen für alle – unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft – entscheidend verbessern.

Teresa Bücker

 

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