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FDP-Minister will Zahnärzten Honorar erhöhen - Patienten sollen Zeche zahlen :

Gesundheit

Andrea Nahles: "FDP-Minister will eigene Klientel in der Ärzteschaft bedienen"
Karl Lauterbach: "Zahnersatz bald unbezahlbar"

Sieht man künftig am Gebiss, wer sich die Kosten einer Zahnbehandlung leisten kann? Die Bundesregierung will das Honorar für Zahnärzte ab Januar 2012 erhöhen. Krankenkassen warnen vor drastischen Kostensteigerungen – und kündigen Gegenwehr an. „Panikmache“, wiegeln Zahnärzte ab. Die SPD indes wirft FDP-Gesundheitsminister Bahr „Klientelpolitik“ vor.

Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will die 23 Jahre alte Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) neu gestalten. Darin wird geregelt, was Zahnärzte Privatpatienten in Rechnung stellen dürfen – und gesetzlich Versicherten bei allem, was ihre Kassen nicht zahlen.

Streit um Zahnarzt-Honorar

Die gesetzlichen Krankenkassen warnen nun, die neuen Honorarregeln lassen die Kosten galoppieren. Der Vizechef des Verbands der gesetzlichen Krankenkassen, Johann-Magnus von Stackelberg, sieht auf die Kassenpatienten künftig Mehrkosten von 74 Euro für eine Voll- und 237 Euro für eine Teleskopkrone zukommen. Die Zahnärzte wiederum weisen die Vorwürfe der gesetzlichen Krankenkassen empört zurück. „Das Schüren von Ängsten in der Gesamtbevölkerung ist unverantwortlich und dient der Panikmache.“ Auch das Gesundheitsministerium nannte die von den Krankenkassen ins Spiel gebrachten Kostensteigerungen für nicht nachvollziehbar. FDP-Gesundheitsminister Bahr geht von einer durchschnittlichen Honorarerhöhung für Zahnärzte von sechs Prozent aus. Dies hält auch CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn für vertretbar.

Nahles: FDP-Minister will eigene Klientel in der Ärzteschaft bedienen

Ganz anders sieht dies die SPD. Generalsekretärin Andrea Nahles wirft dem FDP-Gesundheitsminister „Klientelpolitik zugunsten der Zahnärzte vor.“ Die Neuordnung der Honorare solle den Zahnärzten ein sattes Einkommens-Plus auf Kosten der gesetzlich Versicherten bescheren. „Endlich ist klar, was die FDP unter „mitfühlendem Liberalismus“ versteht: Daniel Bahr entdeckt sein Herz für notleidende Zahnärzte.“ Dies sei „blanker Lobbyismus“.

Als Alternative empfiehlt Nahles die Bürgerversicherung im Gesundheitswesen. Das SPD-Konzept sieht nämlich eine einheitliche Ärzte-Honorierung unabhängig der Kasse vor – egal, ob privat oder gesetzlich versichert.

Ein Blick in den Referentenentwurf des Gesundheitsministeriums zeigt indes auch, dass die Einnahme-Überschüsse der Zahnärzte von 1992 bis 2008 schon zwischen 19 und 21 Prozent stiegen – obwohl die Zahl der Praxen um 25 Prozent zunahm.

Lauterbach: Zahnersatz bald unbezahlbar

Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach findet es für die Patienten bitter, dass jetzt ausgerechnet die Leistungen teuer werden sollen, für die die Gesetzliche Krankenversicherungen eh nur einen mageren Zuschuss geben. „In Zukunft wird man den Wohlstand der Menschen wieder an ihren Zähnen erkennen können“, warnt er in der Rheinischen Post. Die Preise für Zahnersatz würden so hoch steigen, dass ihn sich Durchschnittsverdiener nicht mehr leisten könnten.

Jochen Wiemken

 

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