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Die "harte Lohnlücke" schließen :

Allgemein

Mit einem konkreten Gesetzentwurf will Olaf Scholz die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern schließen. Denn immer noch gilt: "Gleichberechtigung im Arbeitsleben gibt es nicht", kritisierte Manuela Schwesig, die gemeinsam mit Scholz die Vorschläge präsentierte.

Die Zahlen sprechen für sich: Frauen erhielten durchschnittlich 23 Prozent weniger Lohn als Männer, sagte Schwesig am Mittwoch in Berlin vor der Bundespressekonferenz. Überwiegend, weil die von Frauen dominierten Berufe oft deutlich schlechter bezahlt werden als vergleichbare Beschäftigung. Die SPD habe den Anspruch, die Lohnlücke zu schließen, bekäftigte Schwesig, die im Team Steinmeier auch für Frauenpolitik zuständig ist.

Der Ansatz im SPD-Regierungsprogramm: die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns, 40-Prozent-Quote in Aufsichtsräten der Unternehmen, ein Rechtsanspruch auf Ganztags-Kinderbetreuung, Verdoppelung der Partnermonate beim Elterngeld. Und, mehr Mädchen für naturwissenschaftliche und technische Berufe zu begeistern.

"Harte Lohnlücke" bei zwölf Prozent
Daneben verwies Schwesig aber auch noch auf die so genannte "harte Lohnlücke": Ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern innerhalb eines Unternehmens bei gleicher Tätigkeit, Qualifikation und Unternehmenszugehörigkeit. Durchschnittlich zwölf Prozent bekommen Frauen hier weniger. Angesichts dieser Zahlen müssten die Betroffenen Angela Merkels Ratschläge zum Thema als "Hohn und Spott" begreifen, sagte die Sozialdemokratin. Merkel hatte kürzlich in einem Interview den Frauen empfohlen, bei ungleicher Bezahlung in einem unverbindlichen Gespräch mit dem Chef um Gerechtigkeit zu bitten.

Als klare Alternative zu Merkels Empfehlungen präsentierte Arbeitsminister Scholz jetzt einen Gesetzentwurf, der den bislang "theoretischen Rechtsanspruch", wie der Minister formulierte, auf gleichen Lohn nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) auch tatsächlich einklagbar macht. Denn bislang mangelt es vor allem an handfesten Informationen über die tatsächliche Bezahlung.

Mit einem bereits in der Schweiz praktizierten Analyseverfahren zur Lohnmessung soll nun Klarheit hergestellt werden. Bei begründetem Verdacht auf ungleiche Bezahlung innerhalb eines Unternehmens sollen sich Frauen dann an ihren Betriebsrat oder die Antidiskriminierungsstellen des Bundes wenden. Diese erheben in der Folge einen Auskunftsanspruch an das Unternehmen. Auf der Basis dieser handfesten Daten können betroffene Frauen dann den gleichen Lohn wie ihre männlichen Kollegen einklagen.

Die Kosten für das erprobte Verfahren sind äußerst gering: Pro Unternehmensanalyse fallen lediglich 170 Euro an. Die Sach- und Bürokratiekosten bezifferte der Minister auf insgesamt 78.000 Euro.

Mit diesem Gesetzentwurf könne endlich die Lohnlücke in Deutschland geschlossen werde, warb Scholz für den Vorschlag. Dies sei der Unterschied zwischen der sozialdemokratischen Perspektive, den Frauen wirklich etwas in die Hand zu geben, und Merkels Anspruch im Sinne von: "Man kann ja mal drüber reden."

Weitergehende Informationen zu:
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und mehr Chancen zum Aufstieg in Führungspositionen - dafür kämpfen wir.

 

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