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SPD Gemeindeverband Bachgau.

SPD Großostheim :

Horst Müller                06026 3548       uli.mueller1@gmx.net

SPD Pflaumheim-Wenigumstadt :

Anna Pellegrino         0151 63436566 mail@annapellegrino.de

Wolfgang Jehn            06026 995639 wolfgang.jehn@t-online.de

SPD Ringheim :

Erwin Glawion                06026 5950 ErwinGlawion@aol.com

Maria Edlich              06026 1013  maria.edlich@web.de

 

Armut in einem reichen Land :

Soziales

SPD-Sozialforum mit dem Politikwissenschaftler und Armutsforscher Prof. Dr. Butterwegge aus Köln

Über 50 Zuhörer kamen trotz Citylauf und Biergartenwetter zu dem interessanten und laut Butterwegge nicht angenehmen Thema "Armut" auf Einladung des SPD-Stadtverbandes zusammen.

In Deutschland geht das Gespenst der Armut um. Nicht länger tabuisiert, ist es inzwischen zum viel diskutierten Topthema geworden: Hartz IV, die Angst der Menschen vor sozialem Abstieg, die Folgen der Weltfinanzkrise. Dennoch wird Armut immer noch nicht konsequent bekämpft, sondern geleugnet, verharmlost und ''ideologisch entsorgt''. Wie dies in Politik, Medien und auch der Wissenschaft geschieht, zeigte Christoph Butterwegge an zahlreichen Beispielen.

In seinem Vortrag und seinem jetzt in der zweiten aktualisierten Auflage erschienen Buch "Armut in einem reichen Land - Wie das Problem verharmlost und verdrängt wird" geht er unter anderem auf den Regierungswechsel im Jahr 2009 ein sowie auf die neuen Hartz IV-Bestimmungen. Er verdeutlichte, warum Äußerungen wie die von Guido Westerwelle über Hartz-IV-Bezieher oder von Thilo Sarrazin über Arme und Migranten die Gesellschaft weiter spaltet. Schließlich zeigte er auf, was getan werden müsse, damit sich die Kluft zwischen Arm und Reich wieder schließe.

Er rechnete vor, wie die derzeitige Bundesregierung das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Hartz-IV-Satz für Kinder dazu genutzt habe, um die Unterstützung tatsächlich noch weiter herabzusetzen. Die Wirtschaftsverbände würden mit ihrer Lobbyarbeit ein falsches Bild der Gesellschaft zeichnen. Deshalb wäre es so wichtig, so Butterwegge, dass ein "Gegendruck" von der SPD, Gewerkschaften, Kirchen und anderen Vereinigungen entstünde, die endlich damit Schluss mache.

Auch von den Teilnehmern wurden konkrete Vorschläge an die Landtagsabgeordnete Karin Pranghofer herangetragen. Die soziale Gerechtigkeit müsse wieder hergestellt werden, waren sich die Zuhörer einig. Und ganz wichtig: die Perspektivlosigkeit müsse durchbrochen werden!

Karin Pranghofer versprach, an dem Thema dran zu bleiben und bei einem weiteren Sozialforum konkrete Handlungsansätze zu erarbeiten.

 

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